Print2Mobile: Die ganze Welt an einer Hochschule
Von Iosif-Ionut Cicio am 15.10.2026

Live: https://iosif-cicio.github.io/QrCodeDataViz/
Für das Print2Mobile-Projekt habe ich eine fiktive Fachhochschule erfunden – die “FH Gänsendorf” – und dazu ein Konzept, das ein gedrucktes Plakat mit einer mobilen Webanwendung verbindet. Statt trockener Fakten über die Hochschule geht es um die Studierenden selbst. Das Plakat lädt dazu ein, ein kurzes Zitat zum Studienalltag zu hinterlassen, und zeigt auf einem interaktiven Globus, woher alle kommen.
Gedacht ist das Ganze als spielerische Feedback-Wand: Man scannt den QR-Code, sieht den Globus mit den “Tweets” der anderen und fügt einen eigenen Tweet hinzu. Besonders für Veranstaltungen eignet es sich gut als eine dekorative und interaktive DataViz. Der Globus lässt sich direkt beim Event auf einem Bildschirm zeigen oder online auf der Hochschulseite einbinden und wächst mit jedem neuen Zitat.
Das gedruckte Element
Das Plakat ist bewusst schlicht gehalten. Es enthält nur das Nötigste und einen QR-Code. Der Druck soll einfach bleiben und als Auslöser für die Interaktion dienen, und nicht als vollständige Informationsquelle.

Die mobile Erfahrung
Nach dem Scannen des QR-Codes landet man auf einer mobil-optimierten Website mit einem 3D-Globus. Er startet über Europa und geht die Studierenden nacheinander durch, rotiert zum jeweiligen Land, und tippt einen kurzen Satz zum Studienalltag ein. Über ein kleines Formular kann man seinen eigenen Tweet hinzufügen, und eine “Quote Wall” zeigt alle Zitate. Diese sind filterbar nach Region, Land oder einem Namen – um z.B. die Gedanken von Freunden auszuspähen.
Der Mehrwert
Ohne die mobile Erweiterung wäre das Plakat nur thematische Dekoration. Durch die Verknüpfung mit der Web-App wird daraus ein interaktives Erlebnis, zu dem man sogar selbst beitragen kann.
Reflexion
Ich habe das Projekt als Gelegenheit genutzt, etwas aus dem Bereich Datenvisualisierung zu machen. Am längsten hat gedauert, mich zu entscheiden, was ich überhaupt zeigen will. Welche Story passt am besten? Was ist die richtige Länge? usw. Ursprünglich wollte ich eine Scrollytelling-Story mit interaktiven Visualisierungen bauen. Das passte aber nicht gut zum QR-Scan – denn einen QR-Code scannt man normalerweise für etwas Kurzes und Schnelles: eine knappe Eingabe, eine schnelle Info. Eine Scrollytelling-Story ist usually weder kurz noch schnell.
Der Globus mit den Zitaten funktioniert da viel besser: schnell gemacht, man liest ein paar andere Kommentare, sucht vielleicht nach Namen, die man vom Campus kennt, und ist wieder weg. Das ist etwas, das man nebenbei scannen und erledigen kann – zum Beispiel auf einer Uni-Veranstaltung. Und der Globus kann lokale Studierende überraschen, woher manche eigentlich herkommen. So wirkt ein kleiner Ort auf einmal groß.
Die wichtigste Erkenntnis: Ein QR-Code kann aus einem langweiligen 08/15-Plakat etwas Lebendiges machen.
Außerdem habe ich mich bewusst für eine fiktive Hochschule entschieden, um erfundene Zitate nicht einer echten Schule in den Mund zu legen und mich damit unbeliebt zu machen.