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Print2Mobile: WieWaschen?

Von am 15.10.2026

Der Lieblingspulli kommt zwei Nummern kleiner aus der Maschine, die Wollmütze ist verfilzt. Fast jede*r kennt das. Dabei steht auf jedem Kleidungsstück, wie es gewaschen werden soll: auf dem Pflegeetikett. Nur versteht kaum jemand die kleinen Symbole.

Genau hier setzt mein Print2Mobile-Projekt an. WieWaschen? ist ein Etiketten-Übersetzer und Waschratgeber für die Waschküche: Ein Poster an der Wand oder ein Sticker an der Waschmaschine führt per QR-Code zu einer mobilen Website, die Waschsymbole in klare Anweisungen übersetzt.

Die Idee

Waschsymbole sind eigentlich eine eigene kleine Sprache: Bottich, Striche darunter, eine Zahl, eine Hand, ein Kreuz. Wer nie gelernt hat, sie zu lesen, wäscht nach Gefühl – und das geht vor allem bei Wolle, Seide oder Daunen schnell schief.

Mein Ziel war ein Werkzeug, das genau in dem Moment hilft, in dem die Frage auftaucht: vor der Waschmaschine, mit dem Wäschestück in der Hand. Ohne App-Download, ohne Registrierung, einfach Kamera drauf halten.

Nutzungsszenario und Zielgruppe

Wo und wann: Das Poster hängt in der Waschküche – in Studierendenheimen, Wohnhausanlagen oder Waschsalons. Es wird genau dann gesehen, wenn jemand Wäsche einräumt und unsicher ist, welches Programm passt. Zusätzlich gibt es einen runden Sticker, der direkt auf die Waschmaschine geklebt wird.

Für wen: Meine Zielgruppe sind vor allem Menschen, die zum ersten Mal selbst waschen, etwa Studierende im ersten eigenen Haushalt oder im Heim. Aber auch alle, die einfach nur leicht vergessen und bei Wolle, Seide oder Bettdecken oft unsicher sind.

Das Printprodukt: Poster und Sticker

Das A4-Poster soll auch ohne Handy schon einen Nutzen haben. Unter der großen Frage „Wie wasch ich das?“ ist eine Übersicht mit wichtigen Waschsymbolen.

Darunter sitzt der QR-Code mit einer Anleitung in drei Schritten: Handy-Kamera öffnen und auf den Code halten, den Link antippen, Etikett übersetzen oder Wäschestück wählen. Für alle, die auf den QR-Code nicht zugreifen können oder die Website gerne am PC öffnen möchten, steht die URL darunter. Der Hinweis „Dein Pflegeetikett hat immer Vorrang“ macht klar, dass die Seite keine Garantie für jedes Kleidungsstück geben kann.

Der Sticker für die Waschmaschine ist die Kurzversion davon.

Die Website

Wer vom Poster kommt, wird auf der Startseite mit einem kurzen Willkommen abgeholt – im gleichen Design und mit dem gleichen Maskottchen wie auf dem Plakat. Danach gibt es zwei Wege:

  • Etikett übersetzen: Schritt für Schritt die Symbole antippen, die auf dem Etikett stehen – die Seite sagt dann, welches Programm und welche Temperatur passen.
  • Wäschestück wählen: Von Bettdecke über Wolle bis Seide. Jede Detailseite zeigt Informationen wie Temperatur, geeignetes Waschprogramm oder Waschmittel zu den ausgewählten Textilien.

Eine Suche hilft, schnell das richtige Material zu finden. Über die Merkliste lassen sich häufig gebrauchte Wäschestücke speichern, damit man sie beim nächsten Waschtag sofort wiederfindet.

Link zur Website: projects.aidabittendorfer.at/print2mobile-wiewaschen/

Umsetzung

Wäschewaschen ist kein besonders aufregendes Thema. Deshalb habe ich mich bewusst für einen süßen, freundlichen Stil entschieden statt für einen nüchternen Ratgeber-Look. Zuerst habe ich auch eine modernere, reduzierte Variante ausprobiert. Die süße Version hat aber besser zu einem Plakat gepasst, das in der Waschküche auffallen soll.

Die Farbwelt besteht aus einem hellen Blau als Grundfarbe, einem dunklen Violett für Text und Rosa als Akzent. Für die Überschriften verwende ich die Schrift Fredoka, für den Fließtext Figtree.

Die Website habe ich mit HTML, CSS und Vanilla JavaScript umgesetzt. Sie besteht aus drei Bereichen: der Startseite, den Detailseiten zu den einzelnen Wäschestücken und dem Etiketten-Übersetzer. Alle Wäschestücke und Pflegehinweise liegen gesammelt in einer data.json, die mit Hilfe von KI erstellt wurde.

Als Icons verwende ich Lucide für die Oberfläche. Die Waschsymbole basieren auf den Tabler Icons, die Temperaturzahlen habe ich selbst darübergelegt.

Beim Design und der technischen Umsetzung haben mich ChatGPT und Claude unterstützt.

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